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CATUS-Wochenbericht: Die Woche der Notenbanken

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In dieser Woche trafen sich die US-Notenbanker in Washington und ihre europäischen Kollegen in Frankfurt zu den letzten Meetings des Jahres 2017. In den USA dominierte die Entscheidung der US-Notenbank Fed, ihr Leitzinszielband zum dritten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte zu erhöhen. In Anbetracht des wohl moderat bleibenden Inflationsdrucks dürfte es auch im Jahr 2018 beim behutsamen Zinserhöhungstempo bleiben. Der Zielkorridor für die Federal Funds liegt nun bei 1,25–1,50 %. Die im Oktober begonnene Bilanzschrumpfung soll planmäßig fortgesetzt werden, was bedeutet, dass sich das monatliche Schrumpfungstempo ab Januar 2018 auf 20 Mrd. US-Dollar erhöht. Die US-Notenbanker erwarten für 2018 ein spürbar größeres BIP-Wachstum und eine niedrigere Arbeitslosenquote (3,9 %, nach 4,1 % 2017),aber keinen erheblichen Anstieg der Inflation. Die Kerninflationsrate liegt seit 2012 unter 2 Prozent. Das ist nicht nur durch Sonderfaktoren zu erklären, sondern auch durch strukturelle Veränderungen in den Güter- und Arbeitsmärkten, die unserer Einschätzung nach anhalten werden.

Fed-Chefin Janet Yellen gibt ihre Abschiedsvorstellung

Die Erläuterungen von Janet Yellen in ihrer letzten Pressekonferenz als Fed-Chefin boten keine Überraschungen. In der Geldpolitik zeichnet sich auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Direktorium im Februar 2018 kein grundlegender Kurswechsel ab. Jerome Powell, ihr designierter Nachfolger, hat in seiner Nominierungsanhörung vor dem US-Kongress bereits angedeutet, dass er Politik vorsichtiger Leitzinserhöhungen und der schrittweisen Bilanzschrumpfung fortsetzen will.

Die EZB hebt die Konjunkturprognosen an

In seiner gestrigen Sitzung hat der EZB-Rat keine neuen geldpolitischen Weichen gestellt. Stattdessen bekräftigte er seinen Beschluss vom Oktober, das monatliche Wertpapierkaufvolumen ab Januar von 60 auf 30 Mrd. Euro zu senken und diesen Kurs bis mindestens September 2018 beizubehalten.
Bemerkenswert ist der noch einmal gestiegene Konjunkturoptimismus der EZB. Sie hob ihre BIP-Projektionen für 2017 bis 2019 von 2,2 %, 1,8 % und 1,7 % auf 2,4 %, 2,3 % und 1,9 % spürbar an.
Die Europäische Zentralbank sendete das klare Signal, dass ihre Geldpolitik noch lange im Anpassungsmodus bleibt. In Sachen Leitzinsen geht der Rat weiter davon aus, dass sie „für längere Zeit“ nach dem Ende des Anleihekaufprogramms auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

US-Aktien weiter in der Pole-Position

Bislang gibt es an den Märkten keine ausgewachsene Jahresendrally. Allerdings setzte sich der Novembertrend der im Vergleich zu europäischen Wertpapieren besseren Kursentwicklung von US-Aktien fort.

Die Grafik zeigt den Kursverlauf des S&P 500 (rot), des DAX (oliv), des Euro STOXX 50 (blau), des Nikkei 225 (orange) und des iShs MSCI EM U.ETF USD vom 1.11. bis 14.12 dieses Jahres.

Die folgende Grafik veranschaulicht, dass US-Aktien seit 1980 in der zweiten Dezemberhälfte im Durchschnitt besser abschneiden als in der ersten Hälfte des Monats.

Die Grafik zeigt die durchschnittliche Kursentwicklung des S&P 500 im Dezember von 1980 bis 2016.

Für die kommenden Tage bleiben zwei Wünsche: Investoren hoffen auf einen Endspurt an den Aktienmärkten und Kinder (und viele Erwachsenen) auf weiße Weihnachten.

Index Wochentief Wochenhoch Kurs aktuell (17:20 Uhr)
DAX 13.010 13.185 13.097
Euro Stoxx 50 3.543 3.603 3.560
S&P 500 2.648 2.672 2.672
Nikkei 225 22.490 22.975 22.553