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CATUS AG Wochenbericht: Erste Entspannung an den Kapitalmärkten nach dem Corona-Crash

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Im Verlaufe dieser Woche sahen wir eine spürbare Erholung der Kurse (siehe Tabelle unten) an den bedeutenden Börsen dieser Welt. Dies beruht aus unserer Sicht auf drei Hauptgründen.

1. Die Notenbanken zeigen, dass Sie zum Äußersten bereit sind und die Märkte mit unbegrenzten Mitteln versorgen werden. Die Liquidität und die Möglichkeit der Kreditvergabe an Unternehmen muss um jeden Preis erhalten bleiben.

2. Die Regierungen lassen die Bürger nicht im Stich. In vielen Ländern werden gigantische Hilfsprogramme für Unternehmen und Selbständige gestartet und Rettungsschirme gespannt. Es muss unter allen Umständen versucht werden, eine Pleitewelle mit anschließend hoher und dauerhafter Arbeitslosigkeit zu verhindern.

3. Die Spitze von „erzwungenen“ Verkäufen in  nahezu allen Assetklassen, scheint spätestens am Montag erreicht worden zu sein. Was meine ich mit „erzwungenen“ Verkäufen? Die Schnelligkeit der Kursrückgänge und die rekordhohe Volatilität hat bei vielen Anlagekonzepten zu Ausnahmesituationen geführt. Lombardkredite mussten mit Verkäufen von Wertpapieren aller Art in die Beleihungsrahmen zurück geführt werden. Hohe Sicherheitsleistungen (sog. Margin-Calls) mussten bedient werden und auch dazu mussten Verkäufe von Aktien, Anleihen und Gold erfolgen. Angebot und Nachfrage standen in einem extremen Mißverhältnis, so dass es zu Preisverwerfungen in gigantischem Ausmaß kam. Am Rentenmarkt (dem Marktplatz für festverzinsliche Wertpapiere) konnte in vielen Fällen gar keine Umsätze mehr ausgeführt werden, weil dem Angebot (hoher Verkaufsdruck) keine Nachfrage (es könnte ja in ein oder zwei Tagen noch günstiger werden) gegenüberstand.

Wie geht es an den Kapitalmärkten nun weiter?

Die Kristallkugel, nie wäre sie wertvoller wie aktuell! Spaß bei Seite, die Zeiten sind außergewöhnlich und auch ernst. Was auch immer die Auslöser von Krisen sein mögen, die Ablaufmuster, die in der Psychologie der Menschen begründet liegen, sind meistens sehr ähnlich.

Und es sind zwei Ablaufmuster, auf die ich etwas genauer eingehen möchte. Zunächst die Ablaufmuster der Corona-Epedemie. Das hat nichts mit Psychologie zu tun sondern mit einer Kalkulation der Neuansteckungen. Dazu kann man sich die Entwicklung in den einzelnen Ländern (China  mit erheblichem zeitlichen Vorsprung) betrachten.

 

Die graue Gerade ist die Darstellung einer Verdopplung der Fallzahlen alle drei Tage (Exponentialfunktion). Sie tritt unweigerlich ein, wenn nichts bis wenig gegen die Ausbreitung des Virus unternommen wird. Deutlich über dieser Gerade bewegt sich leider die Entwicklung in Amerika (hellblaue Linie). Damit wird deutlich, dass die Vereinigten Staaten (Donald Trump hat das Gefahrenpotential viel zu lange falsch eingeschätzt) mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit stark steigende Opferzahlen noch vor sich haben werden.

An diesem Punkt komme ich nun zum „Krisenablaufmuster“ an den Kapitalmärkten. Die Markterholung diese Woche war beachtlich. Allerdings erwarten wir keine „V-förmige“ Erholung (es geht jetzt nur noch nach oben) der Kurse. Das bedeutet, dass in den kommenden Tagen oder Wochen durchaus ein Test der Tiefkurse aus der vergangenen Woche nochmals auf der Agenda stehen könnte. Die Marktakteure sprechen dabei von einer „W-Formation“. Diese Entwicklung könnte mit der zu erwartenden Situation in Amerika bezüglich der Coronainfektionen (und Opder) kompatibel sein.

Dies sehen wir dann aber als ultimative Kaufchance für erstklassige Aktien- und Aktienfonds!

 

 

Kurzüberblick über die wichtigsten Märkte:

Vorwoche
Veränderungen* Kurs heute 17:40 Uhr
DAX: 8.968 +7,86% 9.673
Euro Stoxx 50: 2.551 +7,17% 2.734
S&P 500: 2.390 +6,78% 2.552
Nikkei 225: 16.552 +17,14% 19.389 (Schlusskurs heute)
* VERÄNDERUNG ZUM FREITAG DER VORWOCHE

Rendite 10 jährige Bundesanleihen:

-0,479% p.a.

Volatilitätsindex (CBOE Volatility Index)

Die Volatilität (CBOE Volatility Index) schwankte diese Woche zwischen 60 und extremen 74 Punkten.