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CATUS AG Wochenbericht: Zehn Thesen für das Börsenjahr 2020

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Der Börsenbrief „Wellenreiter“ stellt in seinem sehr umfangreichen Ausblick auf die Kapitalmärkte für das Jahr 2020 zehn Thesen auf, die es m. E. Wert sind etwas genauer zu beleuchten. In der heutigen Ausgabe des 3ik-Wochenberichts betrachten wir die Thesen 1 bis 5.

1. Das zweite Quartal 2020 stresst Investoren

Das zweite Quartal ist durch eine „Risk off“ Bewegung gekennzeichnet. Aktien, die Renditen von Staatsanleihen, der Euro zum US Dollar und der Ölpreis fallen. Sichere Häfen wie Gold oder Yen steigen.

Der S&P 500 Index mit einer Prognose (rote Linie) bis 30.06.2020

2. Die Volatitlität steigt temporär an

Die Gefahr eines technischen Unfalls wie im ersten Quartal 2018 ist groß, da die Spekulationen auf eine weiter fallende Volatilität zu hoch ist.

Ein schneller Anstieg der Volatilität wie im Jan./Feb. 2018 und im 4. Quartal 2018 wird zunehmend wahrscheinlicher.

 

3. Die US-Inflationsrate erholt sich und oszilliert um 2 Prozent

Trotz Vollbeschäftigung und Schutzzöllen beim Import von chinesischen Gütern – die Lohnsteigerungen führen nicht zu einer höheren Inflation (Anmerkung Hans Heimburger: allererste etwas dunklere Wolken brauen sich auch über dem US-Arbeitsmarkt zusammen – siehe die jüngst deutlich angestiegenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe).

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zogen per 12.12.2019 (252.000) und per 19.12.2019 (234.000) spürbar an.

 

4. Die US Notenbank Fed stoppt im zweiten Quartal ihre Unterstützung für den US-Geldmarkt

Die US-Notenbank möchte im Wahljahr eine Politik der ruhigen Hand durchführen. Ihre Entscheidung, die Unterstützung für den US-Geldmarkt einzustellen, führt im Gegenzug zu Spekulationen über eine weitere Senkung des Leitzinssatzes.

Seit September 2019 muss die amerikanische Notenbank mit hohen zweistelligen Milliardenbeträgen am overnight Bankengeldmarkt intervenieren, um den Zinssatz tief zu halten. Bisher gibt es kaum sinnvolle Erklärungen für diese angespannte Situation.

 

5. Die EZB überrascht mit einer Adjustierung ihrer Geldpolitik die Investoren

Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht sich selbst als Eule und möchte als Schiedrichterin die unterschiedlichen Ansichten über Negativzinsen zusammenführen. Sie wird erst im zweiten Halbjahr 2020 agieren und den Blick auf die Zinserwartungen leicht nach oben verändern.

 

 

Kurzüberblick über die wichtigsten Märkte:

Vorwoche
Veränderungen* Kurs heute 17:15 Uhr
DAX: 13.320 -0,23 % 13.290
Euro Stoxx 50: 3.737 +0,80 % 3.767
S&P 500: 3.171 +1,61% 3.222
Nikkei 225: 24.023 -0,86% 23.816 (Schluss heute)
* VERÄNDERUNG ZUM VORWOCHEN FREITAGS SCHLUSSKURS

Rendite 10 jährige Bundesanleihen:

-0,249 % p.a.

Volatilitätsindex (CBOE Volatility Index)

Die Volatilität (CBOE Volatility Index) schwankte diese Woche zwischen 11,72 und 12,73 Punkten.