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CATUS-Monatskommentar: Es gibt ein Recht auf vernünftige Rendite

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In den Wochenberichten, die Sie regelmäßig auf unsere Webseite lesen können, interpretieren wir die Geschehnisse an den Kapitalmärkten dieser Welt auf der Grundlage vielfältiger Wirtschafts- und Finanzdaten sowie relevanter politischer Ereignisse. Die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt, wichtige Reformen in Indien und das Wirtschaftswachstum in der Eurozone sind einige Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Wenn es um Hintergründe und Ursachen von Kursentwicklungen geht, steht natürlich immer wieder die Zinspolitik der Notenbanken, allen voran die der USA und Europas, im Brennpunkt des Interesses. Erst recht, weil deren Entscheidungen einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklungen der Kurse haben.

Notenbanken, auch Zentralbanken genannt, sind eine für die Geld- und Währungspolitik eines Währungsraums oder Staates zuständige Institution. Sie sollen Preisniveau und Geldwertstabilität wahren, die Währungsreserven halten und Geschäftsbanken und den Staat refinanzieren. Zum Erfüllen dieser Ziele und Aufgaben stehen ihnen einige Instrumentarien zur Verfügung, und zwar im Wesentlichen die Steuerung der Zinshöhe und der Geldmenge. Um die wirtschaftlichen Wirkungen der Finanzkrise von 2008 beherrschbar zu machen, operierte zuerst die US-Fed mithilfe von Zinssenkungen und dem Drucken von Geld, das sie in den Aufkauf von US-Staatsanleihen investierte. Die Europäische Zentralbank (EZB) folgt ihr darin seit Frühjahr 2015.

Mittlerweile ist der Leitzins der EZB, also der von ihr festgelegt Zinssatz zu dem sie mit ihr angeschlossenen Kreditinstituten Geschäfte abschließt, bei 0,0 angekommen. Die monatlichen Ausgaben zum Ausweiten der Geldbasis betragen 80 Milliarden Euro. Die EZB kauft dabei vor allem private oder öffentliche Wertpapiere, in der Regel Staatsanleihen, von Geschäftsbanken auf. Ziel ist im Sinne prosperierender Wirtschaft eine Inflationsrate von etwa zwei Prozent. Davon ist der Euroraum immer noch weit entfernt. So weit, so ausbaufähig. Oder besser nicht? Die expansive Geldpolitik der EZB ist ohnehin umstritten, ihre langfristigen Wirkungen sind nicht absehbar. Und nun kommt ein neuer Faktor hinzu: Die Anleihen gehen aus. Sind jetzt auch Aktien an der Reihe? Und wenn ja, ist das eine gute Nachricht?

Wenn Notenbanken zu Aktionären werden

Ist es eine gute Nachricht, wenn eine Anlegergruppe wie die Zentralbanken am Markt teilnimmt, die aus dem Nichts Geld druckt, kauft um des Kaufens Willen und so Marktgesetze außer Kraft setzt? Dem Aufkauf von Staatsanleihen konnte man noch zugutehalten, dass er den Druck von wirtschaftlich und finanziell schwachen Staaten nimmt, einerseits; andererseits damit aber auch die Notwendigkeit von Reformen geringer erscheinen lässt. Wenn Notenbanken nun im Zuge des Ausweitens der Geldmenge auch zu Aktionären werden und egal zu welchem Preis Substanzwerte wie Unternehmensbeteiligungen erwerben, wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Fundamentale Wirtschaftsdaten, Chart-Analysen und letztlich die Leistung eines Unternehmens spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Japans Notenbank kauft schon seit Jahren nicht nur Anleihen, sondern auch Aktien und ist so bei einer Reihe japanischer Firmen zum Großaktionär aufgestiegen. Mittlerweile ist auch die Schweiz mit selbst gedrucktem Geld auf Einkaufstour, vor allem in den USA. Und alle fragen sich: Wann fängt auch die EZB an? Natürlich gibt es die Überlegungen schon längst, denn es gibt kaum mehr Anleihen, die die Zentralbänker noch kaufen könnten. Der kurzfristige Effekt ist eindeutig: Zusätzliche Nachfrage lässt die Kurse steigen. Und wenn die EZB einsteigt, wird sich das verstärken. Aber, wohlgemerkt, nicht weil es der Wirtschaft besser ginge oder weil Unternehmen bessere Leistungen erbrächten. Sondern die Kurse steigen, weil die (Geld-)Druckerpresse in Betrieb ist.

Erweiterte Reaktionsmöglichkeiten

Für die Struktur unserer Depots ViaCalma und ViaVerde bedeutet das: Wir müssen und werden wie bisher weltweit breit gestreut anlegen, und zwar nicht nur in große, sondern auch in mittlere und kleine Firmen. Damit bereiten wir uns zum Erhalt der Depotsubstanz auf Szenarien vor, in denen sich Geld im Falle von Schwierigkeiten seinen Weg zu Anlagen sucht, in denen wir bereits präsent sind und deren Kurse in der Folge steigen.

Wir haben im August in den defensiven Depots E und S von ViaCalma und ViaVerde weitere Cash-Positionen aufgebaut, um unsere Reaktionsmöglichkeiten zu erweitern. Nach den erheblichen Gewinnen in den vergangenen Monaten erlebten die ViaCalma-Depots im Einklang mit den darin enthaltenen Rohstoff- und Edelmetallpositionen eine Phase der Konsolidierung. ViaVerde lag wieder leicht im Plus und folgte damit dem moderaten weltweiten Kursanstieg an den Börsen.

Mit der Sparplanvermögensverwaltung auf den Gipfel

Wenn man sich die aktuell möglichen Minirenditen allerlei herkömmlicher Geldanlagen anschaut, kann man getrost von der Sparplanvermögensverwaltung als außerordentlicher Dienstleistung mit erstklassigen Renditechancen sprechen. Im Grunde sind die beiden Sparplanangebote ViaCalma und ViaVerde echte Kraftpakete: im Anlageverlauf dynamisch und nahe am Marktgeschehen und in der Endabrechnung mit enormem Zugewinn. Und: mit Sicherheitskonzept. Denn wer in eine Sparplanvermögensverwaltung anlegt, wird über die Anlagedauer von einem Experten betreut, der ihn über den richtigen Weg zum Gipfel führt. Sein Wissen und seine Erfahrung sind der Garant für ein optimales Ergebnis.

Was mich darüber hinaus an der Sparplanvermögensverwaltung begeistert: Jeder kann darin sein Recht auf eine vernünftige Rendite einlösen, und zwar schon ab 100 Euro Anlage im Monat. Wir stellen als Vermögensverwalter unsere Expertise zur Verfügung und bieten darüber hinaus ein EDV-gestütztes System zum Minimieren von Anfangs- und laufender Kosten. Üblicherweise versteckte Kosten identifizieren wir im Voraus und gehen ihnen so aus dem Weg. Wir lieben Gerechtigkeit und wir lieben gute Rendite. Und mit der Sparplanvermögensverwaltung bekommen auch Anleger mit kleineren Einsätzen voll auf ihre Kosten.

Ernst Rudolf
Vorstand CATUS AG