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CATUS-Wochenbericht: Die Abwertung der chinesischen Währung schickt die Aktienmärkte auf Talfahrt

Die internationalen Kapitalmärkte duckten sich vor einem aus China herüberdröhnenden Paukenschlag nach dem anderen. Der chinesische Renminbi wertete zum ersten Mal seit zwei Dekaden offiziell gegenüber dem US-Dollar ab. Die Medien fürchteten eine Serie von Abwertungen, sogar das Wort „Währungskrieg“ wurde strapaziert. Diese Ängste sind überzogen, gleichwohl groß genug, um die Vorzeichen der Aktienmarktentwicklung in der Berichtswoche tiefrot zu färben.

Rohstoffexperten interpretieren den aktuellen Preisrückgang weniger als nachfrage- denn als angebotsgetrieben und deshalb nicht als Alarmsignal für einen bevorstehenden Konjunktureinbruch. Besonders im Bereich Rohöl tobt ein heftiger Kampf um Marktanteile. Die OPEC-Staaten unter der Führung von Saudi-Arabien sind nicht bereit, ohne Gegenwehr Marktanteile an die amerikanische Fracking-Industrie abzugeben. Zudem ist bald mit einer Steigerung der Öl-Produktion des Irans zu rechnen. Diese Entwicklungen führten und führen zu dem drastischen Ölpreisrückgang, den wir seit Sommer 2014 beobachten.

S&P 500, DAX, Euro Stoxx 50, Nikkei 225 im Jahr 2015

Der DAX büßte von seinem Wochenhoch am Montag (11.600 Zähler) etwa 700 Punkte wieder ein. Das Wochentief erlebten wir mit 10.894 Punkten am Mittwochnachmittag. Zur Stunde (17:15 Uhr) notiert er bei 10.985. Die entsprechenden Werte für den Euro Stoxx 50 lagen bei 3.677 Zählern am Montag und 3.473 Punkten am Mittwoch. Aktuell handelt der Index bei 3.495 Punkten. Besonders starke Rückschläge mussten die deutschen Automobilwerte hinnehmen, für die der chinesische Absatzmarkt von zentraler Bedeutung ist.

Der amerikanische Aktienmarkt verhielt sich wesentlich stabiler – wie fast immer während global unerwarteter Entwicklungen. Der S&P 500 markierte sein Wochenhoch mit 2.105 Punkten ebenfalls am vergangenen Montag. Nach dem Tief am Mittwoch (2.052 Zähler) setzte der Markt zu einer Erholung an und notiert zur Stunde bei 2.083 Punkten. Das sind übrigens fünf Punkte mehr als am vergangenen Freitag zur gleichen Zeit.

Der Nikkei-Index profitierte von einer vergleichsweise stabilen Verfassung. Von seinem Wochenhoch am Dienstag bei 20.935 bis zum heutigen Schlusskurs mit 20.519 Punkten beträgt der Rückgang gerade einmal knapp zwei Prozent.

Aktienkurse der asiatischen Schwellenländer rückläufig – China Inland sehr stabil

[China Inland (magenta), Indien (grün), Korea (rot) und Philippinen (blau) im Jahr 2015 (auf Euro-Basis)] China Inland, Indien, Korea und Philippinen im Jahr 2015 (auf Euro-Basis)

China Inland, Indien, Korea und Philippinen im Jahr 2015 (auf Euro-Basis)

Die Abwertung der chinesischen Währung drückte auf die Aktienkurse der asiatischen Märkte. Hier wird nach dem Währungsschritt mit schwierigeren Exportbedingungen nach China gerechnet. Der Shanghai Composite Index verbesserte sich diese Woche auf einen Schlusstand von 3.965 Punkte.