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CATUS-Wochenbericht: Die Notenbanken stellen den Märkten noch mehr Liquidität in Aussicht

Die zweite Wochenhälfte stand ganz im Zeichen der internationalen Notenbankpolitik. Zunächst ließ die Europäische Zentralbank nach ihrer gestrigen Sitzung auf Malta durchblicken, dass sie ihr Anleihekaufprogramm erweitern wird. Heute verkündete die Chinesische Zentralbank die sechste Zinssenkung seit November 2014. Die eindeutige Ansage der EZB und die Zinssenkung in China ließen die Aktienkurse kräftig steigen.

Bereits vor der gestrigen Ratssitzung der EZB spekulierte man über eine Ausweitung des Wertpapierkaufprogramms. Die Äußerungen Mario Draghis während der Pressekonferenz interpretierend wird die EZB vermutlich schon in ihrer nächsten Sitzung am 3. Dezember konkretere Beschlüsse fassen. Man kann davon ausgehen, dass eine Aufstockung der aktuellen monatlichen Wertpapierkäufe (60 Milliarden Euro) um 10 bis 20 Milliarden ansteht. Zusätzlich steht im Raum, dass die zeitliche Befristung des Kaufprogramms (bis September 2016) auf „unbefristet“ geändert wird. Die Aktienmärkte quittierten die unerwartet deutlichen Worte Mario Draghis mit kräftig steigenden Kursen. Der Euro schwächte sich gegenüber dem US-Dollar um rund zwei Cent ab.

Mario Draghi begründete die Haltung der EZB mit dem erneuten Rückgang der Inflationsrate. Auch wenn sie in erster Linie auf sinkende Ölpreise zurückzuführen ist, will man einer Verankerung der tiefen Inflationserwartung entgegenwirken.

Wochentief Wochenhoch Kurs aktuell (19:10 Uhr)
DAX 10.085 10.850 10.810
Euro Stoxx 50 3.238 3.449 3.433
S&P 500 2.017 2.077 2.069

Die chinesische Notenbank lockert ihre Geldpolitik

Shanghai Composite Index 1. Juli 2014 bis aktuell

Die Währungshüter in Peking senkten am heutigen Freitag den Leitzins mit einjähriger Laufzeit um 25 Basispunkte auf 4,35 Prozent. Zusätzlich wurde die Mindestreserveanforderung für Geschäftsbanken um 0,50 Prozentpunkte reduziert.