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CATUS-Wochenbericht: Kräftige Schwankungen

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Auf den Kapitalmärkten konnte von vorösterlicher Ruhe keine Rede sein. Als ob der Datenskandal um Facebook nicht genug Bremsmittel für die (Technologie-)Märkte wäre, streute am Mittwoch ein gewisser Donald Trump mit seinem Gezwitscher, man müsse sich mal des Online-Händlers Amazon annehmen, noch mehr Sand ins Börsengetriebe.

Die Grafik zeigt die Kursentwicklung der Aktien von Facebook (rot) und Amazon (blau) vom Beginn des Jahres 2018 bis heute.

Die europäischen Märkte konnten sich der Nachrichtenlage in den USA nicht entziehen und präsentierten sich im Wochenverlauf in zeitweise sehr schwacher Verfassung. Meldungen über Shortpositionen in Rekordhöhe des US-Hedgefonds Bridgewater auf diverse DAX-Aktien sorgten an der heimischen Börse für zusätzliche Unsicherheit.

Die Grafik zeigt den Verlauf des DAX (oliv) und des Euro STOXX 50 (blau) vom Beginn des Jahres 2018 bis heute.

Allerdings gelang am Donnerstag mit steigenden Kursen sowohl in den USA als auch in Europa ein versöhnlicher Wochenschluss. Ob die besseren Donnerstagsnotierungen dem „Window-Dressing“ zum Quartalsende geschuldet waren oder die Vorboten freundlicherer Märkte im zweiten Quartal sind, wird uns schon die kommende Woche wissen lassen. Und es wäre sicherlich nicht unerfreulich, wenn die Wette von Bridgewater-Gründer Ray Dalio auf fallende Kurse in Europa ordentlich daneben ginge.

Die Weltwirtschaft wächst im ersten Quartal um 3,5 Prozent

Die tägliche Nachrichtenflut verstellt bisweilen den Blick auf die größeren (globalen) Zusammenhänge. Das gestern veröffentlichte „Global Economics Update“ von Capital Economics (CE) liefert eine Einschätzung des aktuellen makroökonomischen Gesamtbildes.

Die jüngste Schwäche einiger Wirtschaftsdaten, Stimmungsindikatoren und der Aktienmärkte ließen Ängste aufkommen, die Dynamik des globalen Wirtschaftsaufschwungs lasse nach. Der kräftige Optimismus des Jahresanfangs 2018 ist mittlerweile verflogen.

Die Volkswirte von Capital Economics sind der Auffassung, es sei verfrüht, die Alarmglocken zu läuten, denn die Haupttreiber des Wachstums sind bis dato intakt:
• deutliche Zunahme der Beschäftigtenzahlen in den USA und Europa;
• die Steuersenkung und das Infrastrukturprogramm kurbeln die US-Wirtschaft an;
• die US-Geldpolitik hat sich zwar normalisiert, aber weltweit betrachtet stehen die Zeichen weiter auf Expansion der Geldmengen.

CE erwartet, dass das Wachstum der Weltwirtschaft im ersten Quartal 2018 (annualisiert) 3,5 % betrug. Für den Verlauf des Jahres 2019 gehen die Ökonomen von Capital Economics jedoch vom Verlangsamen des Wachstumstempos aus.

Die Grafik zeigt den Verlauf von Global Composite PMI (blau) und CE World GDP Index (schwarz) von 2005 bis heute.
Index Wochentief Wochenhoch Kurs Börsenschluss 29.3.
DAX 11.736 12.145 12.097
Euro Stoxx 50 3.265 3.379 3.361
S&P 500 2.595 2.675 2.641
Nikkei 225 20.347 21.500 21.454 (30.3.)