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CATUS-Wochenbericht: Sorgen um die Weltwirtschaft lassen die Aktienkurse weltweit einbrechen

Der Ölpreis pro Barrel der Sorte WTI (West Texas Intermediate) sinkt auf 40 Dollar, der Kupferpreis fällt unter 5.000 Dollar/Tonne und eine Reihe weiterer Rohstoffe notiert auf Tiefstständen. Für viele Marktteilnehmer sind das die Vorboten einer deutlichen Konjunktureintrübung in den kommenden Monaten. Sind diese Ängste um das Wirtschaftswachstum berechtigt?

Rohstoffexperten interpretieren den aktuellen Preisrückgang weniger als nachfrage- denn als angebotsgetrieben und deshalb nicht als Alarmsignal für einen bevorstehenden Konjunktureinbruch. Besonders im Bereich Rohöl tobt ein heftiger Kampf um Marktanteile. Die OPEC-Staaten unter der Führung von Saudi-Arabien sind nicht bereit, ohne Gegenwehr Marktanteile an die amerikanische Fracking-Industrie abzugeben. Zudem ist bald mit einer Steigerung der Öl-Produktion des Irans zu rechnen. Diese Entwicklungen führten und führen zu dem drastischen Ölpreisrückgang, den wir seit Sommer 2014 beobachten.

S&P 500, DAX, Euro Stoxx 50, Nikkei 225 im Jahr 2015

Im Zusammenhang mit der geschilderten Entwicklung am Ölmarkt haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass sie für die globale Konjunktur wie ein großes Konjunkturprogramm wirkt.

DAX und der Euro Stoxx 50 erlebten eine extrem schwache Handelswoche. Am Montag notierten beide Indizes im Wochenhoch – bei 11.100 und 3.534 Punkten. Das Wochentief bekommen wir zur Stunde (18:30 Uhr) präsentiert, und zwar im nachbörslichen Handel bei 10.117 Zählern für den DAX und 3.247 Punkten für den Euro Stoxx 50.

Der amerikanische Aktienmarkt musste diese Woche kräftig Federn lassen. Dem höchsten Kurs der Woche des S&P 500 am Dienstag (2.103 Punkte) folgte bis heute eine 100-Punkte-Korrektur auf aktuell 2.003 Zähler.

Der Nikkei-Index beteiligte sich diese Woche an der weltweiten Kursschwäche und beendete den Handel heute bei 19.435 Punkten.

Auch in Asien schwache Aktienkurse

China Inland, Indien, Korea und Philippinen im Jahr 2015 (auf Euro-Basis)

Die oben beschriebenen Konjunktursorgen gelten auch für die asiatischen Schwellenländer. Die Sorge vor einer deutlichen Wachstumsschwäche in China drückt auf die Aktienkurse der asiatischen Handelspartner.