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CATUS-Wochenbericht: Viel Geduld und starke Nerven

Keine Frage: Unsere letztwöchige Einschätzung, die Tiefstkurse bereits am Freitag erlebt zu haben, erwies als zu optimistisch. Im Verlauf dieser Woche gab es weiter erheblichen Verkaufsdruck, der teilweise zu absurden Kursentwicklungen führte. Vor allem Aktien aus dem Bankensektor (weltweit) wurden in der ersten Wochenhälfte geradezu panikartig verkauft.

Die Deutsche Bank steht im Brennpunkt. Es ist natürlich kein Ruhmesblatt für Deutschlands größtes Geldhaus, dass man in aller Öffentlichkeit (bewusst gestreuten) Gerüchten über eine mögliche Pleite entgegentreten musste. Aber jetzt gilt es, die Kirche im Dorf zu lassen. Die Deutsche Bank verfügt über erhebliche Reserven. Die aktuelle Börsenkapitalisierung von rund 20,7 Milliarden Euro spiegelt den tatsächlichen Wert des Unternehmens bei weitem nicht wider. Zum Vergleich: Die größte Bank der USA, JP Morgan, wird an der Wallstreet mit 202 Milliarden Dollar (180 Milliarden Euro) bewertet. Natürlich wiederholt sich Geschichte nicht eins zu eins. Aber manchmal lohnt sich ein Blick in den „Börsenrückspiegel“. In den Krisenjahren 2008/2009 erholte sich der Kurs der Deutschen Bank recht schnell von den (irrationalen) Ausverkaufspreisen.

Deutsche-Bank-Aktie vom 1.7.2008 bis 30.6.2009

Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Deutsche-Bank-Aktie vom 1.7.2008 bis 30.6.2009

Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA geht gegen null

In den vergangenen Tagen wurde in vielen Publikationen der schwache Start der US-Wirtschaft in das Jahr 2016 beklagt und dazu passend das Rezessionsgespenst aufgescheucht. Selbstverständlich sollte man als an der Börse Aktiver nicht an Geister glauben. Vor allem aber sprechen die verfügbaren Statistiken eine komplett andere Sprache. Wir verfolgen wöchentlich die Daten der Atlanta Fed (ein Distrikt der amerikanischen Notenbank), deren Projektarbeit „GDPNow“ eine sehr aktuelle Prognose zur Entwicklung der US-Konjunktur liefert. In den vergangenen zwei Wochen gab es von dort klare Signale für ein deutliches Anziehen der US-Konjunktur. Rezession sieht wirklich anders aus.

GDPNow-Modell der Atlanta Fed

Die grüne Linie zeigt die aktuelle Schätzung des GDPNow-Modells der Atlanta Fed zum Bruttoinlandsprodukt der USA

Index Wochentief Wochenhoch Kurs aktuell (19:45)
DAX 9.696 9.335 8.945
Euro Stoxx 50 2.667 2.893 2.784
S&P 500 1.810 1.881 1.857
Nikkei 225 14.874 17.093 14.954