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Information zur aktuellen Börsenlage vom 19. März 2020

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Liebe Kund*Innen,

als Ihr Geldverwalter bin ich dafür verantwortlich, dass die uns von Ihnen anvertrauten Gelder das angepeilte Ziel erreichen.Sei es, dass Sie Ihre Altersvorsorge mit diesen Geldern planen, Kredite in der Zukunft ablösen oder dass Sie einfach nur Geld für die Ausbildung Ihrer Kinder zur Seite legen.

Die Kapitalmärkte sind aktuell extrem unruhig. Die täglichen Schwankungen erreichen ein ungewöhnlich hohes Ausmaß von bis zu 15 %.

In meinem über 30-jährigen Berufsleben habe ich bereits viele heftige Stürme in der Finanzbranche erlebt, den 1987er-Crash, das Platzen der New-Economy-Blase 2000, den 11. September 2001 und seine Folgen, die Finanzkrise 2008, die Eurokrise 2011 und jetzt diesen Crash mit seinen außergewöhnlich hohen und schnell aufeinanderfolgenden Wellen. Nichtsdestotrotz liegen unsere Depots vergleichsweise ruhig im Wasser.

In den defensiven Depots bewegen wir uns seit Beginn des Jahres zwischen -2 % und -6 %, wobei unsere nachhaltigen ViaVerde-Depots hier deutlich ruhiger sind als die ViaCalma-Depots.

Bei diesen ViaCalma-Depots haben die im Vorfeld getroffenen Sicherheitsmaßnahmen – wie der Aufbau von größeren Edelmetall-Positionen – vorerst nicht ihre stabilisierende Wirkung gezeigt. Aber auch wenn dieser Sicherungsbaustein seine Wirkung noch nicht entfalten konnte, so haben wir doch mit weiteren Sicherungsmaßnahmen so viel Ruhe und Stabilität in diese Depots gebracht, dass selbst bei den offensiven Depots die Schwankung bisher eher an eine heftige frische Brise erinnert als an einen ausgewachsenen Sturm bzw. Orkan.

Natürlich kann die Schwankungsintensität auch bei allen Depots noch etwas zunehmen, aber seien Sie unbesorgt. Wir sind mit unseren Anlageexperten, unserer Abwicklungsabteilung sowie unseren Beratern im Dauereinsatz, um Ihre Reise mit uns so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten.

Unser Anlageausschuss tagt täglich, um die Auswirkungen der finanzpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken sowie der Regierungen weltweit zu besprechen und gegebenenfalls zu reagieren. Zusätzlich halten wir ständigen Kontakt zu Anlageexperten weltweit, um deren Vorortkenntnisse für unsere Entscheidungen heranzuziehen. Unsere Abwicklungsabteilung ist permanent im Einsatz, um Depotanpassungen durchzuführen.

Wir sehen weltweit massive Verkäufe in einzelnen Branchen, wie Automobile, Banken, Tourismus oder auch Rohstoffwerten, um nur einige zu nennen. Angst und Panik führen hier teilweise zu erheblichen Übertreibungen, die fundamental nicht mehr gerechtfertigt sind, da die aktuellen Wertpapierpreise einen jahrelangen Stillstand bzw. die nahende Insolvenz ganzer Branchen unterstellen.

Spätestens jetzt wird es Zeit den gesunden Menschenverstand einzuschalten und mit Ruhe, Wissen, Erfahrung und dem richtigen Augenmaß, Bewertungen von Wertpapieren vorzunehmen. Wir können jetzt mit breit gestreuten aktiven Fonds sowie passiven ETFs in kleinen Schritten wieder in ausgesuchte Branchen und Regionen investieren, die derzeit weit unter Wert gehandelt werden. Die Kapitalmärkte können sehr schnell wieder ins Positive drehen und steil nach oben gehen und dann sollte man zumindest teilweise dabei sein.

Dies kann, wie es die vergangenen Krise gezeigt haben, sehr schnell gehen, wenn Angst und Panik nachlassen, das heißt Hamsterkäufe nicht mehr getätigt werden und sich die Regale wieder füllen, wenn das Vertrauen und der Glaube an die Unterstützung und Rettungsmaßnahmen der Zentralbanken und Staaten zurückkehren, wenn jeder Einzelne registriert, dass die Welt nicht untergeht.

Mit dem Coronavirus haben wir eine erhebliche Herausforderung für unser Gesundheitswesen, für unser Wirtschaftssystem und für unser gemeinsames Zusammenleben zu bewältigen. Dennoch werden wir diese Herausforderung gemeinsam meistern. Wir kümmern uns dabei um Ihre Geldanlagen.

Der eine oder andere wird sich vielleicht fragen, warum wir nicht einen „sicheren Hafen“ anlaufen, also alle Geldanlagen verkaufen.

Ja, dies ist immer eine Option bei kleineren Stürmen und geringer Schwankungsintensität und wir haben viele Wertpapiere bereits im letzten Jahr sowie im Januar / Februar mit Gewinn verkauft und sicher in Geldmarktfonds geparkt. Zurzeit haben wir es jedoch mit einem ausgewachsenen Orkan zu tun. Der Volatilitätsindex, auch Angstindex genannt, ist auf dem höchsten je gemessenen Stand. Kein erfahrener Kapitän würde bei solchem Wetter versuchen, einen „sicheren“ Hafen anzulaufen – also in unserem Falle alle Wertpapiere zu verkaufen.

Der sicherste Weg ist jetzt draußen auf hoher See. Hier habe ich die Möglichkeit, mich in alle Richtungen (Aktien / Rentenpapiere / Immobilien / Edelmetalle) zu bewegen und laufe nicht Gefahr, an der Hafenmauer zu zerschellen oder selbst im gefühlt sicheren Hafen von einer Tsunami-ähnlichen Welle erwischt zu werden.

Seit einer Woche sehen wir selbst bei sehr sicheren / schwankungsarmen Rentenanlagen ungewöhnlich starke Einbrüche. Die Sicherheit für die Depots kommt aus der Streuung in alle Anlageklassen, dem Vermeiden von Klumpenrisiken wie dem einseitigen Investieren in ausschließlich Aktien, Immobilienwerte, Rentenwerte oder Cash und dem ständigen Beobachten der Märkte, um gegebenenfalls zu reagieren.

Meine Mannschaft, Sie als Anleger und ich selbst in meiner Doppelfunktion als Geldanleger und Steuermann sitzen alle im gleichen Boot. Und glauben Sie mir, ich werde alles tun, damit wir gemeinsam diesen Orkan möglichst unbeschadet überstehen.

Ruhe bewahren ist jetzt oberstes Gebot.

Besonnenes Handeln ist Pflicht.

Und die Natur zeigt uns immer wieder:

„Auf Regen folgt Sonnenschein“

Bitte haben Sie Verständnis, dass E-Mail-Anfragen oder auch telefonische Anfragen nicht immer umgehend und zeitnah beantwortet werden können. Die Sicherung der Depots erfordert unsere volle Aufmerksamkeit und Zeit.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Rudolf

Vorstand