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Zweite Ausgabe der Kamingespräche der CATUS AG: Ist unser Finanzsystem noch im Gleichgewicht?

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Am Wochenende 1./2. Juli fanden in Grafenhausen zum zweiten Mal die Kamingespräche der CATUS AG statt. CATUS-Vorstand Ernst Rudolf erörterte und diskutierte mit jungen Menschen mögliche Segnungen, aber auch negative Auswüchse unseres Finanzsystems. Neben dem Finden einer Antwort auf die in der Überschrift zitierte Ausgangsfrage nach der Ausgewogenheit sollten die beiden Tage auch darüber aufklären, ob wir bei der Geldanlage überhaupt freie Entscheidungen treffen oder von interessierten Kreisen in bestimmte Richtungen geschoben werden, und was wir tun können und sollten, um unsere Interessen bestmöglich zu wahren. „Ich bin mit den Teilnehmern bis in die Funktionsweise einzelner Anlageverträge wie Bausparvertrag, Lebensversicherung oder Banksparplan eingestiegen“, erzählt Ernst Rudolf. „Denn erst wenn sie erkennen, was ihnen angeboten wird und aus welchem Grund, können sie zumindest für sich selbst sinnvolle Lösungen finden und so zur Verbesserung des bestehenden Systems beitragen.“

In einer ersten Kennenlernrunde fiel auf, dass es selbst bei Teilnehmern, die sich im Studium mit Finanzwirtschaft oder zumindest Politik beschäftigen, eine erhebliche Diskrepanz zwischen theoretischem Wissen über die Abläufe im Finanzwesen und der tatsächlichen Praxis gab. „Ich bin mit dem Gedanken ‚Mal sehen, ob ich über das Finanzsystem noch etwas lernen kann‘ in das Wochenende gestartet“, berichtet Alexandra aus Dossenheim. „Vielleicht bekommen wir ja ein paar Insider-Informationen, die so nicht in der Zeitung stehen. Da wusste ich noch nicht, wie wenig ich wirklich weiß, wie wenig die meisten anderen wissen und vor allem: wie wenig bewusst das uns allen ist.“ Ernst Rudolf gelang es im Verlauf dieser Einheit anhand prägnanter Beispiele klar herauszuarbeiten, welch enormen Einfluss die Finanzlobby auf die Politik hat und wie schlecht der den meisten Bürgern bekommt.

Wissen vermeidet Vermögensnachteile

Nicht umsonst stehen vom Staat quasi eingerichtete, empfohlene und geförderte, aber von der freien Versicherungswirtschaft betriebene Anlageformen wie Riester-Rente und Rürup-Rente wegen fehlender Vorteile mittlerweile erheblich in der Kritik. Die Menschen wurden mit großer Energie in bestimmte Vertragskonstellationen gelenkt, die Geschäfte sind gemacht und nun lässt der Nutzen für die Versicherungsnehmer zu wünschen übrig.
Rhetorische Zwischenfrage 1: Wäre dieser Kampagne mit in Finanzdingen aufgeklärten Bürgern der gleiche Erfolg beschieden gewesen?
Rhetorische Zwischenfrage 2: Ist der in Finanzdingen aufgeklärte Bürger von der Politik und der Finanzwirtschaft gewollt?
Leider führt die mangelnde Aufklärung, die in manchen Bereichen schon als Desinformation bezeichnet werden kann, bei den meisten Menschen zu Vermögensnachteilen.

Derweil öffnet sich die Vermögensschere immer weiter, denn vom aktuellen Finanzsystem profitiert nur ein kleiner Teil der Anleger; die meisten Menschen gehen als Verlierer daraus hervor. Treffendes Beispiel: null Zinsen auf Staatsanleihen. „Mir ist während der zwei Tage im Schwarzwald zum ersten Mal so richtig bewusst geworden, dass man auf beispielsweise deutsche Staatsanleihen nicht nur keine Zinsen mehr bekommt, sondern damit aufgrund der Inflation sogar noch Geld verliert“, berichtet Lars aus Trier. „Dazu kommt, dass große Versicherungen verpflichtet sind, in solche Anleihen zu investieren, weil sie als ‚sicher‘ gelten. Kein Wunder, dass viele Lebensversicherungskonzerne schon heute am Stock gehen und sich viele Anleger auf erheblich eingeschränkte Rendite und schlechtere Altersvorsorge gefasst machen müssen.“

Gerechtigkeit und Transparenz müssen die Gebote sinnvollen Finanzwesens sein

Soziale Ungleichheit führt in einer Gesellschaft zu Spannungen, die ab einem gewissen Grad nur noch schwer zu beherrschen sind. Die Teilnehmer diskutierten lebhaft darüber, ob die in bestimmten Kreisen in den vergangenen Jahren aufgekommene Proteststimmung sich auch aus fehlenden finanziellen Möglichkeiten nährt. Was also tun, damit alle gleichmäßig mehr vom Kuchen abbekommen und niemand in Nachteile gedrängt werden kann?
„Aufklären! Aufklären! Aufklären! – und damit schon in der Schule beginnen!“ kristallisierte sich als Motto der Zukunft heraus. Und: Von nun an müssen Gerechtigkeit und Transparenz die Gebote sinnvollen Finanzwesens sein. Politik und Verbände müssen sich noch viel stärker als bisher darum kümmern, dass Banken und Kapitalanlagegesellschaften nicht unbedarften Anlegern Produkte aufdrängen, von denen nur die Anbieter profitieren.
Warum eigentlich sollte der Staat nicht seinen jungen Bürgern zum 18. oder 21. Geburtstag ein Erstberatungsgespräch bei einem unabhängigen Finanzberater spendieren, in dem der über die Mechanismen und Wirkungen des Finanzsystems spricht und für das spätere Leben womöglich wichtige Linien aufzeigt?

Übrigens können sich schon heute auch Kleinanleger aus freien Stücken für einfache und flexible Lösungen entscheiden und müssen sich von keiner Bank mit Nullzinsanlagen abspeisen lassen. Leider spielen Anlageformen wie Sparplanvermögensverwaltung und Fondsvermögensverwaltung in der öffentlichen Wahrnehmung bislang kaum eine Rolle. Das hat vermutlich zwei Gründe: Sie bringen Banken nicht den Gewinn, den sie von einem Geschäft erwarten, und sie wären für die Medien ein aus der Welt geschafftes Problem, über das man nicht mehr berichten wollte.

Lars beeindruckte vor allem der Umstand, dass es mit der Inanspruchnahme der Dienstleistung Sparplanvermögensverwaltung auch für ihn die Möglichkeit gibt, schon ab dem ersten Euro und ohne Einstiegskapital fast risikolos am Kapitalmarkt zu investieren. „Ich kann in der Zusammenarbeit mit einem Vermögensverwalter die zu mir passende Risikostufe wählen und durch die weltweite Streuung der Anlagen bin ich so gut wie auf der sicheren Seite.“
Und Alexandra stellt fest: „Die Zeiten unseres Opas, in denen man sich auf das Sparbuch verlassen konnte, sind längst vorbei! Wir brauchen neue Lösungen, besser gesagt: Wir müssen dafür sorgen, dass viel mehr Leute mitkriegen, dass es schon längst neue Lösungen gibt, die obendrein für jeden zugänglich sind. Vielleicht ist es Zeit, dass wir die richtigen und wichtigen Videos selbst auf YouTube stellen!“